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Veränderungen an der Gebärmutter/Eileiter
Es kann auch vorkommen, dass keine Zysten gefunden werden oder aber diese durch die Behandlung weniger werden. Es scheint also anzuschlagen, jedoch ändert sich nichts an dem Verhalten. Ich hatte einen solchen Fall und entschloss mich zur Kastration. Hier stellte sich heraus, dass die Gebärmutter sowie die Eileiter extrem geschwollen waren. Dies war wohl nun also Ursache für dieses Verhalten. Hätten wir nun nichts gemacht, hätte dieses Tier ewig mit diesen Problemen und evt. Schmerzen leben müssen. Zudem kann so was auch mal in eine Gebärmutterentzündung oder Tumore ausarten.
Schlechte Erfahrungen
Tiere, die aus schlechten Haltungen stammen und auch Tiere, die evt. vorher in einer Schweinchengruppe gemobbt werden, können ein solches „Fehlverhalten“ zeigen. Sie sind dann zum Teil so verstört und unsicher, dass ihnen Angriff die beste Verteidigung ist.
Schilddrüsenerkrankungen
Auch Meerschweinchen können diese Erkrankung bekommen. Und auch hier kann dies eine Aggression auslösen. Es wäre also ratsam, wenn sich ein Tier nicht vergesellschaften lässt und auch keine Zysten gefunden werden, hier eine Blutuntersuchung zu machen. Auch dies kann behandelt werden. Es bedarf allerdings eines erfahrenen Tierarztes, der weiß, wie das Tier auf die Medikamente eingestellt werden muss.
Das falsche Partnertier
Oft scheitern Vergesellschaftungen an den falschen Partnertieren. Da kann das Alter falsch sein, das Geschlecht oder auch zwei Tiere, die gleich dominant sind und sich somit nicht auf die Rangführung einigen können. Aber auch hier kann die Vergesellschaftung mit dem richtigen Tier wunderbar funktionieren.
Falsche Vergesellschaftung
Auch hier scheitern viele Vergesellschaftungen. Wichtig ist hier der Platz, das Inventar und auch wie lange man die Vergesellschaftung laufen lässt. Viele werden zu früh abgebrochen, weil die Besitzer Angst bekommen, wenn die Tiere mit den Zähnen klappern. Es bedarf Erfahrung zu sehen, bis wann das alles noch zur Vergesellschaftung dazugehört und wann man wirklich trennen muss. Eine Vergesellschaftung kann mehrere Stunden dauern, manchmal sogar Tage, bis sich alles geklärt hat. Bitte auch beachten, dass einige Tiere etwas Ruhezeit benötigen, bevor sie in eine VG kommen.
Was tun?
Bei allen Problemen gilt eigentlich dasselbe (wenn Erkrankungen erfolgreich behandelt wurden): Man muss den Charakter der Tiere gut kennen, um es einschätzen zu können und den richtigen Partner zu wählen. Meistens hat hier eine stabile, größere Gruppe oder ein erfahrener, ausgewachsener Kastrat Erfolg. Dieser muss in der Lage sein, sich durchzusetzen und sich von den Zickereien des Mädchens nicht beeindrucken zu lassen. Dann lernen diese recht schnell, dass dieses aggressive Verhalten nichts bringt und werden ruhiger. Wenn sie dann begreifen, dass nichts passiert, wenn man sich lieb verhält, werden sie meistens sehr schnell wieder verträglich. Auch hier ist eine erfahrene Person gefragt, damit nicht noch mehr kaputt geht.
Auch wo die Vergesellschaftung stattfindet, ist sehr wichtig. Es muss genügend Platz vorhanden sein und Unterstände. Von Häusern ist hier abzuraten, denn dort können Tiere in die Ecke gedrängt werden. Auch sollte viel Heu und Frischfutter im Gehege liegen, denn Futter stimmt die Gemüter friedlich und Essen verbindet das Rudel. Seriöse Notstationen und Züchter sind immer ein guter Ansprechpartner, wenn man Hilfe bei einer VG braucht. In der Regel helfen diese gerne.
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